Personaltor der Zeche Gottfried Wilhelm

 

Südlich von Rellinghausen, im Schellenberger Wald, hatten schon 1771 und 1797 die ersten Schürfungen und Mutungen stattgefunden. Bei günstiger Lagerung war man auf beste Anthrazitkohle gestoßen, die zunächst in kleinen Stollen abgebaut wurde. Die Kuxe (Anteilscheine/Aktien) der Gewerkschaft Gottfried Wilhelm, benannt nach dem Essener Kaufmann Gottfried Wilhelm Waldthausen, gehörten zunächst der Gewerkschaft Vereinigte Pörtingsiepen. 1906 ging die Zeche in den Besitz der Essener Steinkohlenbergwerke AG über. Diese begann mit dem Abteufen eines Förder- und Wetterschachtes im Schellenberger Wald, gleichzeitig wurde mit dem Bau der Gottfried Wilhelm Colonie an der Frankenstraße begonnen. Baron von Vittinghoff Schell protestierte heftig gegen die Errichtung einer Zeche in seinem Wald. Als er sie nicht verhindern konnte, zog er, die Schells saßen immerhin seit 1452 auf Schloss Schel-lenberg, nach Schloss Kalbeck bei Goch am Niederrhein.

Sein Protest hatte für Rellinghausen zwei wichtige Folgen: 

1) Die Stille des Waldes wurde nicht durch das übliche Stampfen einer Dampfmaschine gestört, denn Gott- fied Wilhelm war die erste deutsche Zeche, die als ganzes nur elektrisch betrieben wurde.

2) Die Aufbereitungsanlage und die Brikettfabrik ent- standen hier an der Frankenstraße auf dem alten Kirchfeldshof. Zu ihnen führte aus dem Wald über 1400 Meter eine Hängebahn, die bis 1942 in Betrieb war.

Im Jahre 1909 wurde die Förderung aufgenommen. 1910 wurden 310.000 Tonnen von 895 Beschäftigten gefördert. Die Höchstförderung betrug 1913 484.000 Tonnen bei 1314 Beschäftigten.

Ab dem Jahre 1942 ist die im Feld Gottfried Wilhelm gewonnene Kohle unterirdisch den Nachbaranlagen Pörtingsiepen und Carl Funke zugeführt, dort gefördert und aufbereitet worden. Die Förderung wurde 1958 eingestellt, die Gebäude an der Frankenstraße in den siebziger Jahren abgebrochen.

Text: Hans Schroer

denk

Dieses Personaltor wurde 1908 als Teil der Zaunanlage der Aufbereitungsanlage und Brikettfabrik der Zeche Gottfried Wilhelm aufgestellt. Beim Abbruch der Begrenzungsmauern im Jahr 1973 rettete Michael Spreng dieses schmiedeeiserne Tor vor der Verschrottung.

Herr Spreng schenkte dieses Jugendstiltor der Bürgerschaft Rellinghausen-Stadtwald mit der Maßgabe, es wieder auf dem ehemaligen Zechengelände aufzustellen, dort als Zeuge für Rellinghausens Bergbaugeschichte zu dienen. 

Die aufwendigen Restaurierungsarbeiten, die der Schlossermeister und Restaurator Holtwiesche im Jahre 2000 durchführte , wurden zu einem Gutteil von der Sparkasse Essen finanziert. 

Firma HELLWEG, die ihr Baumarktcenter auf dem ehemaligen Zechengelände errichtete, spendete einen namhaften Betrag, der ebenfalls in die Restaurierung floss.

Die Firma Holger Howe errichtete kostenlos Mauerpfeiler und Fundamente.

Die Bürgerschaft Rellinghausen Stadtwald e.V. bedankt sich bei allen Spendern

 Denkmalpfad Rellinghausen-Stadtwald

Personaltor der Zeche Gottfried Wilhelm 

Südlich von Rellinghausen, im Schellenberger Wald, hatten schon 1771 und 1797 die ersten Schürfungen und Mutungen stattgefunden. Bei günstiger Lagerung war man auf beste Anthrazitkohle gestoßen, die zunächst in kleinen Stollen abgebaut wurde. Die Kuxe (Anteilscheine/Aktien) der Gewerkschaft Gottfried Wilhelm, benannt nach dem Essener Kaufmann Gottfried Wilhelm Waldthausen, gehörten zunächst der Gewerkschaft Vereinigte Pörtingsiepen. 1906 ging die Zeche in den Besitz der Essener Steinkohlenbergwerke AG über. Diese begann mit dem Abteufen eines Förder- und Wetterschachtes im Schellenberger Wald, gleichzeitig wurde mit dem Bau der Gottfried Wilhelm Colonie an der Frankenstraße begonnen. Baron von Vittinghoff Schell protestierte heftig gegen die Errichtung einer Zeche in seinem Wald. Als er sie nicht verhindern konnte, zog er, die Schells saßen immerhin seit 1452 auf Schloss Schel-lenberg, nach Schloss Kalbeck bei Goch am Niederrhein.

Sein Protest hatte für Rellinghausen zwei wichtige Folgen: 

1) Die Stille des Waldes wurde nicht durch das übliche Stampfen einer Dampfmaschine gestört, denn Gott- fied Wilhelm war die erste deutsche Zeche, die als ganzes nur elektrisch betrieben wurde.

2) Die Aufbereitungsanlage und die Brikettfabrik ent- standen hier an der Frankenstraße auf dem alten Kirchfeldshof. Zu ihnen führte aus dem Wald über 1400 Meter eine Hängebahn, die bis 1942 in Betrieb war.

Im Jahre 1909 wurde die Förderung aufgenommen. 1910 wurden 310.000 Tonnen von 895 Beschäftigten gefördert. Die Höchstförderung betrug 1913 484.000 Tonnen bei 1314 Beschäftigten.

Ab dem Jahre 1942 ist die im Feld Gottfried Wilhelm gewonnene Kohle unterirdisch den Nachbaranlagen Pörtingsiepen und Carl Funke zugeführt, dort gefördert und aufbereitet worden. Die Förderung wurde 1958 eingestellt, die Gebäude an der Frankenstraße in den siebziger Jahren abgebrochen.

Text: Hans Schroer

Dieses Personaltor wurde 1908 als Teil der Zaunanlage der Aufbereitungsanlage und Brikettfabrik der Zeche Gottfried Wilhelm aufgestellt. Beim Abbruch der Begrenzungsmauern im Jahr 1973 rettete Michael Spreng dieses schmiedeeiserne Tor vor der Verschrottung.

Herr Spreng schenkte dieses Jugendstiltor der Bürgerschaft Rellinghausen-Stadtwald mit der Maßgabe, es wieder auf dem ehemaligen Zechengelände aufzustellen, dort als Zeuge für Rellinghausens Bergbaugeschichte zu dienen. 

Die aufwendigen Restaurierungsarbeiten, die der Schlossermeister und Restaurator Holtwiesche im Jahre 2000 durchführte , wurden zu einem Gutteil von der Sparkasse Essen finanziert. 

Firma HELLWEG, die ihr Baumarktcenter auf dem ehemaligen Zechengelände errichtete, spendete einen namhaften Betrag, der ebenfalls in die Restaurierung floss.

Die Firma Holger Howe errichtete kostenlos Mauerpfeiler und Fundamente.

Die Bürgerschaft Rellinghausen Stadtwald e.V. bedankt sich bei allen Spendern

 Denkmalpfad Rellinghausen-Stadtwald

Personaltor der Zeche Gottfried Wilhelm 

Südlich von Rellinghausen, im Schellenberger Wald, hatten schon 1771 und 1797 die ersten Schürfungen und Mutungen stattgefunden. Bei günstiger Lagerung war man auf beste Anthrazitkohle gestoßen, die zunächst in kleinen Stollen abgebaut wurde. Die Kuxe (Anteilscheine/Aktien) der Gewerkschaft Gottfried Wilhelm, benannt nach dem Essener Kaufmann Gottfried Wilhelm Waldthausen, gehörten zunächst der Gewerkschaft Vereinigte Pörtingsiepen. 1906 ging die Zeche in den Besitz der Essener Steinkohlenbergwerke AG über. Diese begann mit dem Abteufen eines Förder- und Wetterschachtes im Schellenberger Wald, gleichzeitig wurde mit dem Bau der Gottfried Wilhelm Colonie an der Frankenstraße begonnen. Baron von Vittinghoff Schell protestierte heftig gegen die Errichtung einer Zeche in seinem Wald. Als er sie nicht verhindern konnte, zog er, die Schells saßen immerhin seit 1452 auf Schloss Schel-lenberg, nach Schloss Kalbeck bei Goch am Niederrhein.

Sein Protest hatte für Rellinghausen zwei wichtige Folgen: 

1) Die Stille des Waldes wurde nicht durch das übliche Stampfen einer Dampfmaschine gestört, denn Gott- fied Wilhelm war die erste deutsche Zeche, die als ganzes nur elektrisch betrieben wurde.

2) Die Aufbereitungsanlage und die Brikettfabrik ent- standen hier an der Frankenstraße auf dem alten Kirchfeldshof. Zu ihnen führte aus dem Wald über 1400 Meter eine Hängebahn, die bis 1942 in Betrieb war.

Im Jahre 1909 wurde die Förderung aufgenommen. 1910 wurden 310.000 Tonnen von 895 Beschäftigten gefördert. Die Höchstförderung betrug 1913 484.000 Tonnen bei 1314 Beschäftigten.

Ab dem Jahre 1942 ist die im Feld Gottfried Wilhelm gewonnene Kohle unterirdisch den Nachbaranlagen Pörtingsiepen und Carl Funke zugeführt, dort gefördert und aufbereitet worden. Die Förderung wurde 1958 eingestellt, die Gebäude an der Frankenstraße in den siebziger Jahren abgebrochen.

Text: Hans Schroer

Dieses Personaltor wurde 1908 als Teil der Zaunanlage der Aufbereitungsanlage und Brikettfabrik der Zeche Gottfried Wilhelm aufgestellt. Beim Abbruch der Begrenzungsmauern im Jahr 1973 rettete Michael Spreng dieses schmiedeeiserne Tor vor der Verschrottung.

Herr Spreng schenkte dieses Jugendstiltor der Bürgerschaft Rellinghausen-Stadtwald mit der Maßgabe, es wieder auf dem ehemaligen Zechengelände aufzustellen, dort als Zeuge für Rellinghausens Bergbaugeschichte zu dienen. 

Die aufwendigen Restaurierungsarbeiten, die der Schlossermeister und Restaurator Holtwiesche im Jahre 2000 durchführte , wurden zu einem Gutteil von der Sparkasse Essen finanziert. 

Firma HELLWEG, die ihr Baumarktcenter auf dem ehemaligen Zechengelände errichtete, spendete einen namhaften Betrag, der ebenfalls in die Restaurierung floss.

Die Firma Holger Howe errichtete kostenlos Mauerpfeiler und Fundamente.

Die Bürgerschaft Rellinghausen Stadtwald e.V. bedankt sich bei allen Spendern

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